Meine letzte Reise liegt jetzt knapp 7 Monate zurück und ich habe schon wieder ganz schön Fernweh. Aber bevor es richtig los geht ein kleiner Rückblick, warum Florida entspannt rockt.

Zu Florida gibt es glaube ich sehr geteilte Meinungen. Die einen sagen Rentnerparadies und die USA sind eh langweilig, andere finden Florida wieder ganz toll mit den langen Stränden und tollen Sonnenuntergängen. Ich gehöre zur zweiten Sorte. Alleine schon da einige Verwandte von mir da leben und ich so nicht nur die touristische Seite von Florida kennenlernen durfte. Hier die wichtigsten Gründe, warum Ihr nach Florida müsst.

Tolle Sonnenuntergänge

Reise einfach organisieren dank hilfreicher Tools

 

Ich war schon öfter dort, aber die letzte Reise war eine Florida-Tour mit privatem Aufenthalt und gebuchten Hotels. Vorgefertigter Urlaub aus dem Reisebüro liegt mir nicht, deshalb kümmere ich mich immer selbst um die Flüge, Hotels, andere Unterkünfte und den Mietwagen. Dank vielen guten Plattformen auch kein Problem. Wie die Hotels bei anderen Reisenden ankommen schaue ich immer auf Holiday Check, Preise vergleiche ich auf anderen Portalen, aber ich schau immer direkt auf die Hotel Seite. Oft gibt es hier auch gute Angebote, und bei Buchung lohnt sich oft ein kurzer Anruf vor der Anreise, um die Zimmer Buchung zu bestätigen. Hier hab ich schon oft direkt ein Upgrade bekommen.

Bisher hatte ich einmal so eine Tour gemacht und die war organisiert. Individuelles Reisen ohne von A nach B gehetzt zu werden ist wesentlich schöner.

Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Ziele standen fest

 

  • Fort Lauderdale
  • Key West
  • Brooksville/Treasure Island
  • Cape Canaveral
  • Miami Beach – ein Knaller zum Abschluss

Fort Lauderdale

Fort Lauderdale ist wie die meisten Städte an der Ostküste, groß, chic und teuer. Die Flüge nach Fort Lauderdale sind jedoch deutlich günstiger wie nach Miami. Und, wenn man sich nicht scheut, ein Zwischenstopp einzulegen, kann man auch gute Schnäppchen ergattern. Mein TIPP: an Weihnachten fliegen, es ist nicht viel los am Flughafen und auch im Flieger, dafür sind alle in Weihnachtsstimmung und einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann gibt es auch meistens irgendwo. Ein Jahr vorher bin ich am 25.12. geflogen, war auch günstig und ich hatte eine ganze Reihe für mich.

In Fort Lauderdale reicht ein Hotel direkt am Flughafen für die Nacht. Da seid Ihr schnell, könnt entspannt die Nacht ruhen, ohne noch lange unterwegs zu sein. Der Mietwagen war ab dem nächsten Tag reserviert über billigermietwagen.de bei Alamo. 250 € für 2 Wochen. Spitze, oder? Ein kleiner SUV. Ein wenig gewöhnungsbedürftig war das Vertrauen der Mietwagenfirma. An einem Schalter bekommt man alle Unterlagen, geht auf ein großes Parkdeck, sucht sich ein Auto aus der passenden Klasse aus (ja, die stehen alle offen mit dem Schlüssel drin) und fährt los. Ich misstrauische Deutsche hab erst mal nachgefragt, ob ich das Auto wirklich nehmen kann und bekam ein zauberhaftes „yes, darling“ mit einem Lächeln als Antwort.

Was wäre wohl die Antwort in Deutschland gewesen?

Über billigermietwagen.de könnt ihr in der Regel auch alles buchen, was ihr braucht! Vor Ort versuchen sie gerne noch mal eine Versicherung zu verkaufen, unnötig! Über billigermietwagen.de ist alles dabei.

Key West, immer eine Reise wert

Ab auf die amerikanische Straße

 

Ich hatte einen Horror davor in den USA Auto zu fahren! Mir kam das als Mitfahrer immer sehr chaotisch vor, bis dahin. Und die Straßenschilder machten auch keinen Sinn, auch bis dahin. Was Ihr unbedingt braucht, ist ein Navi, dazu buchen, oder günstig selbst eins mitbringen (vorher die USA Karten draufspielen nicht vergessen!). Navi angeschaltet, losgefahren und nach 20 Minuten war ich ein Fan der amerikanischen Straßen und Fahrweise.

Warum ich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung bin

Ich kenne kaum jemand, der das Autofahren in den USA gut findet. Die fahren zu langsam, diese blöden Geschwindigkeitsbegrenzungen. Kommt Euch bestimmt bekannt vor. Hier meine Punkte, warum es cooler ist, in Amerika Auto zu fahren im Vergleich zu Deutschland:

  • Die meisten halten sich an die Geschwindigkeit (wenn jemand schneller fährt, sind es Mietwagen – ich würde mal vermuten – mit deutschen drin)
  • Tempomat macht plötzlich Spaß, nicht mehr aufpassen, sondern einfach das fahren genießen
  • Rechts und links überholen können ist super!
  • Keine Angst mehr vor Rasern und Dränglern

In den zwei Wochen hatte ich nicht einmal eine Situation, die zu einem Unfall geführt hätte. In München oder auf deutschen Autobahnen, hatte ich das bei jeder Fahrt!

Florida Keys – entspannt über den Overseas Highway

 

Für das Autofahren in den USA habe ich jetzt schon eine Lanz gebrochen, aber spätestens hier seid Ihr auch begeistert. Dieser wunderschöne Mix aus endlosen Brücken, Meer und Inseln ist toll. Und ganz am Ende kommt Key West mit seinen viktorianischen, bunten Häusern und dem American Way of Life, der dort an jeder Ecke herrscht.

Unser Hotel THE MARKER WATERFRONT RESORT war neu, etwas abseits vom Trubel gelegen, aber trotzdem zentral, mit Blick auf den Hafen (unbedingt im 2. Stock buchen und Blick zum Hafen) und jeden Euro wert (auch, wenn es nicht zu den Schnäppchen Hotels gehört). Von hier aus erreicht man alles zu Fuß! Mallory Square oder Duval Street, einfach ein paar Meter laufen und man ist mitten im Leben! Hinter dem Hotel kommt man auf die Green Street oder Front Street mit tollen Essensgelegenheiten:

Kermit’s Key West Key Lime Shoppe (sollte jeder probiert haben, einen Key West Lime Pie)
Two Friends: tolles, sehr amerikanisches, Frühstück im Outdoor Bereich, der an ein Piraten Schiff erinnert
Johnny Rockets: extrem amerikanisch, unbedingt ein PHILLY CHEESE STEAK probieren

Wer auf der Duval Street nichts zu essen oder zu shoppen findet, macht was falsch.

Hier ist immer was los, Live Musik in fast jeder Bar. Oder wer es gerne etwas ruhiger hätte, einfach an den Hafen setzen und den Kreuzfahrtschiffen beim an- und ablegen zuschauen.

Die Insel wirkt zur Weihnachtszeit sehr unwirklich mit den geschmückten Weihnachts-Palmen. Mein Key West Tipp: viel zu Fuß machen und die Touristenstraßen hinter sich lassen!

Brooksville/Treasure Island – noch nie gehört?

 

Geht auch kaum, das sind keine Touristenstädte. Brooksville liegt zwischen dichten Wäldern und man vergisst, dass man in Florida ist. Hier gibt es viele Golf Plätze, aber auch etwas für Naturfreunde, z. B. den Withlacoochee State Forest oder das Chinsegut Wildlife and Environmental Area. Und macht hier unbedingt ein Zwischenstopp für ein CUBAN SANDWICH im Cafe Masaryktown!

Treasure Island ist im Gegensatz zu Brooksville wieder Florida pur. Direkt am Meer mit ewig langen Stränden und tollen Wasserwegen zum Stand Up Paddling. Die Delfine haben auch ihren Spaß mit Euch! Als ungeübter Paddler wird man aber gerne mal ins Wasser geschubst! Hier habe ich auch zum ersten Mal einen Sport versucht, nach dem ich tagelang den schlimmsten Muskelkater ever hatte! Yoga auf einem Stand Up Paddle, unglaublich effektiv, aber bis man da mal nicht vom Brett fällt, dauert es schon etwas. Und mein liebster Surf Shop ist hier auch noch, SUPs zum Ausleihen sind genug da!

Auf geht´s es zu den Raketen

Einmal quer durchs Land fahren und schon ist man in Cape Canaveral. Wenn es in Treasure Island sensationelle Sonnenuntergänge gibt, könnt Ihr in Cape Canaveral schöne Sonnenaufgänge beobachten. Vorausgesetzt Ihr seid Frühaufsteher, aber den Strand für sich zu haben ist schon ein tolles Erlebnis. Der Ort, Cocoa Beach, an sich hat nicht so viel zu bieten, außer den größten Surf Shop, den ich je gesehen habe. Aber ich wollte wegen dem Kennedy Space Center hin. Ja einmal biete die komplette Touristen Packung! Ich stehe auf Science-Fiction und mal ein Space-Shuttle, was tatsächlich im Weltraum war, in echt zu sehen – sorry Gänsehaut pur! Dann hängt auch noch die Bild Zeitung mit den Tagesschlagzeilen an der Wand, da muss man sich doch einfach kugeln vor Lachen! Die Bustour raus zur Abschussrampe ist auch ein Schmunzeln wert! Der nette Busfahrer, den man wegen der alten Anlagen zwar kaum versteht, hält bei jedem Alligator an, der da irgendwo rumliegt. Schaut unbedingt, ob es einen Raketenstart gibt, wenn Ihr dort seid! Ich habe einen um 3 Tage verpasst, und ärgere mich heute noch.

Kennedy Space Center Tipp: Ticket kaufen, anschauen, was Euch interessiert und ein leckeres Softeis mit Blick auf das Space-Shuttle essen!

Traum oder Alptraum Miami

 

Man muss Miami gesehen haben, wenn man in Florida ist. Würde ich heute nicht mehr unterschreiben, aber möglicherweise muss es wirklich jeder selbst erleben. Kurz und knapp, mir war Miami zu laut, zu protzig, zu dreckig und zu weitläufig. Zum Schluss noch mal ein mega Hotel gegönnt, schön Wellness gemacht und die Strandpromenade genossen (die ist wirklich toll!). Somit hat Miami bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, wobei man nie nie sagen soll! Hamburg fand ich früher auch nicht gut und mittlerweile ist es eine meiner Lieblingsstädte. Mein Fazit für Miami: offen sein, aber auf alles gefasst sein!

Was hat Florida zu bieten:

Entspanntes Auto fahren, habt den Mut und holt Euch ein Mietwagen, entspannter kann man Florida nicht erleben.
An jeder Ecke gibt es gutes amerikanisches und lateinamerikanisches Essen, bitte geht nicht zu McDonald!
Raketen rocken!
Kleine Städte sind viel cooler als Mega Citys!

Was ist Florida für Euch – Rentnerparadies oder entspanntes Urlaubsparadies?

Arbeiten als virtuelle Assistenz

Tanja Baumann, Chief VA

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